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Aktuelles zum Familienrecht
Ehevertrag: Keine Sittenwidrigkeit nur wegen Termindruck durch Hochzeit und Schwangerschaft
Die Sittenwidrigkeit eines Ehevertrags kann nicht bereits angenommen werden, wenn er bei bestehender Schwangerschaft und deswegen vorgezogener Hochzeit nebst daraus resultierenden terminlichen Belastungen abgeschlossen worden ist.
So entschied das Oberlandesgericht (OLG) Brandenburg. Die Richter begründeten die Entscheidung damit, dass die Schwangerschaft allein keine ungünstige Position darstelle. Sie würde - wenn überhaupt - einen strengeren Prüfungsmaßstab an den Ehevertrag rechtfertigen.
Eine strengere Beurteilung sei allerdings nicht notwendig, wenn gewichtige Indizien gegen eine Unwirksamkeit auf Grund Sittenwidrigkeit sprächen. Das sei z. B. der Fall, wenn nur solche Angelegenheiten geregelt würden, die auch üblicherweise Gegenstand eines Ehevertrags seien. Im vorliegenden Fall sei dies bei der vereinbarten Trennung von Privatvermögen und Firmenvermögen anzunehmen. OLG Brandenburg, 13 UF 39/09
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